Incoterms (Internationale Handelsbedingungen) sind eine Reihe internationaler Regeln, die die Verantwortlichkeiten und Pflichten von Käufern und Verkäufern in einer internationalen Handelsvereinbarung definieren, insbesondere im Hinblick auf den Gütertransport. Diese Bedingungen legen fest, wer für die Kosten und Risiken verantwortlich ist, die mit dem Gütertransport vom Ursprungsort bis zum endgültigen Bestimmungsort verbunden sind.
Die Incoterms bestimmen Schlüsselaspekte der Logistik, wie:
Transportverantwortung: Definiert, wer die Kosten und die Verantwortung für den Transport in jeder Phase des Prozesses übernehmen muss.
Verbundene Risiken: Gibt an, an welchem Punkt der Strecke das Risiko vom Verkäufer auf den Käufer übergeht.
Abwicklung von Zollformalitäten: Legt fest, wer die Formalitäten und Zollverfahren sowohl für den Export als auch für den Import übernimmt.
Lieferung und Annahme von Waren: Definiert den genauen Ort, an dem die Waren geliefert werden, und zu welchem Zeitpunkt die Verantwortung für die Waren von einer Partei auf die andere übergeht.
Die Incoterms werden von der Internationalen Handelskammer (ICC) festgelegt und werden regelmäßig aktualisiert. Die am häufigsten in der Logistik verwendeten sind die folgenden:
EXW (Ex Works): Der Verkäufer stellt die Ware dem Käufer in seinen eigenen Räumlichkeiten zur Verfügung.
FOB (Free On Board): Der Verkäufer übernimmt die Kosten und Risiken, bis die Waren die Laderampe des Schiffes im Verschiffungshafen passieren.
CIF (Cost, Insurance, and Freight): Der Verkäufer übernimmt die Kosten, die Versicherung und die Fracht, bis die Waren den Bestimmungsort Hafen erreichen.
DAP (Delivered At Place): Der Verkäufer übernimmt alle Kosten, bis die Waren an einem vereinbarten Ort im Land des Käufers geliefert werden.
Die Verwendung von Incoterms trägt dazu bei, Erwartungen zu klären und Streitigkeiten zu vermeiden, wodurch die Effizienz der Logistikkette im internationalen Handel verbessert wird.






